Freie Evangelische Gemeinde Düsseldorf

Mission – Familie Meyer

Wir waren früh losgegangen headerzum sonntäglichen Gottesdienst nach Bamako-Quinzambougou. Beginn 9.00 Uhr.
Freundliche Menschen wiesen uns unseren Platz zu. Männer und Frauen sitzen getrennt.
Der Chor empfing die Gottesdienstbesucher mit lebendigen und rhythmischen Liedern. Zwei Reihen hinter uns begleitete eine über 70-jährige Frau die Songs mit einer mit Kaurimuscheln bestückten Kalebasse – durch den Gang tanzend und mit dem passenden Takt.
Einfach cool.
Bei den Ansagen wurden gefühlte 10 Hochzeiten angesagt, die Gemeindeglieder oder Verwandte betrafen. Ein Baby wurde gesegnet. Der Pastor stellte der Mutter ein paar Fragen zur Erziehung des Kindes. Der Mann stand schweigend daneben und lächelte lediglich in die Kamera des bestellten Fotografen.
Wir wurden von den Gottesdienstleitern und vom Pastor herzlich willkommen geheißen. „Dr. Alfred et Madame. Soyez les bienvenus. Vous êtes chez vous“. (Seid uns herzlich willkommen. Ihr seid zu Hause).
Das Ende der Predigt ging im Wind und im Prasseln des Regens unter. Das Blechdach des Gemeindehauses verwandelte sich in ein großflächiges Schlagzeug, gegen das keines Menschen Stimme ankam. Der Nachhauseweg musste verschoben werden. Kein Problem. Der Chor hat einfach noch ein paar Zugaben gegeben.
Einige Jugendliche nutzten die Zeit, um eine Choreographie für die anstehenden Hochzeiten einzustudieren.
Pastor Enoc S. empfing uns zum Begrüßen und Smalltalk in seinem Salon. Nyamakuji (eisgekühlter Ingwersaft) wurde gereicht. Köstlich dieses Getränk. Wir fragten nach Möglichkeiten unserer Mitarbeit in den Gemeinden des Bezirks Bamako. Enoc ist der Vorsitzende des Kreisverbandes der UEPEM-Gemeinden im Raum Bamako.
Der Mann ist ein absoluter Pragmatiker. In 10 Minuten gelingt es ihm, konkrete, nachvollziehbare Perspektiven aufzuzeigen, mit denen wir sehr viel anfangen konnten. Enoc gab uns so das Gefühl: Schön, dass ihr da seid. Wir können euch gut gebrauchen. Mitten im Gespräch springt eine Katze durchs offene Fenster und zwischen unseren Köpfen ins Zimmer. „Das ist meine Katze. Die ist noch jung und kennt den Weg noch nicht so genau“, sagte Enoc entschuldigend und setzte die Unterhaltung fort.
Nachmittags haben wir uns erst einmal hingesetzt und bei einer Tasse Kaffee die Ideen sortiert und visualisiert. Wir werden die Ideen weiter bedenken und Gott bitten, uns die richtigen Optionen zu zeigen.
Die Arbeitsbereiche, in denen wir uns engagieren können, stehen zwar fest, doch die strukturelle Anbindung und die geographische Zuordnung unseres Beitrags zum Gemeindeaufbau und zur medizinischen Arbeit müssen noch genau abgesprochen werden.
Uns ermutigt, dass Malier mit uns gemeinsam überlegen. Hier merken wir, dass sich im Laufe der Zeit die Mentalität gewandelt hat und das Selbstbewusstsein viel stärker geworden ist.
Gut so.

Dr. Alfred und Christiane Meier


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