Freie Evangelische Gemeinde Düsseldorf

Anfänge

Gottlieb Einbrod einbrod„Der Schuhmachermeister Gottlieb Einbrod war der Sohn eines Försters, am 5. Juni 1821 zu Weinrode im Südharz geboren, und hatte am 8. Juni 1849 seine Braut, Katharina Schneider aus Rees, heimgeführt. Sie hatten wohl beide den Herrn Jesus lieb und öffneten ihr Heim in der Mertensgasse der Gemeinschaft der Kinder Gottes. 1855 ziehen sie nach Stadtbrückchen 733. Dort in dem kleinen Kreis versammelte sich ein gut Teil der Gläubigen der Stadt. Hier verkehrte 1856 und in den folgenden Jahren ein wackerer, gläubiger Husar, der spätere Elberfelder Stadtmissionar Karl Koch (1834-1890), der Schwiegervater unseres späteren Gemeindeältesten Friedrich Wilhelm Kaiser.- Des Singens und Betens war viel bei Einbrods; das störte die Mitbewohner, und so mußten die Lieben oftmals ihre Schritte weitersetzen. 1859 finden wir sie in der Neustraße, einige Jahre später Steinstraße, bis sie dann 1866 das Haus Bahnstraße 54 als Eigentum erwarben.“ –

Theophil Wilms theophil_wilms„Theophil Wilms wurde als Jüngster von fünf Brüdern am 13. Mai 1832 in Elberfeld geboren. Der Vater hatte ein Speditionsgeschäft. Die Eltern waren gläubig. Theophil war erst drei Jahre alt, als die Mutter heimging, und zehn, als der Vater starb. Er kam zu Pastor Pieper in Mettmann, der ihn mit einem seiner Söhne zusammen aufzog und ihm eine tüchtige Schulbildung angedeihen ließ.“ Wir erfahren weiter, dass er regelmäßig die Gemeinschaft der Kinder Gottes aufsuchte. Bald begann er auch selbst, Bibelstunden zu halten in Düsseldorf, Unterbach, Hochdahl, Schöller und Otterbeck. In Düsseldorf begründete er bald ein eigenes Geschäft mit Kohlen und Baumaterialien in der Bahnstraße 51. Im Jahr 1868 baute er ein Haus in der Bahnstraße 49, wo es dann auch einen kleinen Versammlungsraum gab. Die einzig regelmäßige Zusammenkunft war bei Geschwister Einbrod mit Brotbrechen in der Bahnstraße 54. Nachmittags ging man zu Wilms, Bahnstraße 49. Seit 1872 gab es alsdann vormittags und nachmittags regelmäßig Veranstaltungen in der Bahnstraße 49. Der Besuch lag bei 70-80 Personen. Die Versammlung bei Einbrods wurde schließlich aufgegeben.

Friedrich Wilhelm Baedekerbaedeker
„Mehrfach weilte, so auch im Jahr 1880, Dr. F. W. Baedeker in Düsseldorf. Baedeker wurde am 3. August 1823 in Witten an der Ruhr geboren. Er hat eine kaufmännische Lehre durchgemacht, scheint sich aber dann wohl dem Studium der neueren Sprachen hingegeben zu haben. In den fünfziger Jahren wirkte er als Reallehrer fünf Jahre in Australien. 1859 wurde er in Weston super Mare (an der Westküste Englands) Mitbegründer einer höheren Privatschule, und fünf Jahre später machte er in Freiburg i.B. noch seinen Doktor.“ Als im Jahre 1875 der damals sehr bekannte amerikanische Evangelist R.P. Smith nach Düsseldorf kam, wurde er auf der Kanzel von Baedeker übersetzt. Es kam zu verschiedenen Beziehungen mit den Wegbereitern und Vätern der Gemeinde, die dann schließlich dazu führten, dass unter Anleitung und Mitwirkung Dr. Baedekers die Ordnung der Freien evangelischen Gemeinde Düsseldorf zustande kam.


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